Die Heimat des Eisvogel

Die Heimat des Eisvogels – das Beste für unsere Gäste

Der Eisvogel ist nicht nur ein schönes und seltenes Tier – er lebt ausschließlich in einer intakten Natur.Ansporn genug, unseren Namensgeber als Vorbild zu nehmen und inmitten der intakten Donauauen eine kleine heile Welt zu schaffen, in der unsere Gäste eine wahre Oase der Ruhe, Entspannung und Einkehr finden.

Der Eisvogel gehört sicher zu den auffälligsten Vögeln in Deutschland. Sein bunt schillerndes Gefieder und der lange, spitze Schnabel machen ihn unverwechselbar. Ungeachtet seiner Auffälligkeit ist jedoch doppeltes Glück notwendig um ihn zu beobachten. Denn zum einen ist der Eisvogel ein scheues Tier und ein sehr schneller Flieger. Zum anderen aber wird er immer seltener.

Eine wesentliche Ursache für den Rückgang: Eisvögel finden kaum noch passende Brutplätze. Die notwendigen natürlichen Gewässerläufe mit Steilhängen verschwinden zusehends aus der Landschaft. An ihrer Stelle entstehen geschotterte Ufer und betonierte Wasserkanten – eine immense Bedrohung für die Art. Denn die Eisvögel bauen keine Nester sondern graben meterlange Nisthöhlen in lehmige Uferböschungen. Auch die anhaltende Verschmutzung der Gewässer setzt den faszinierenden Fischjägern zu. Sie sind auf klare und fischreiche Gewässer als Nahrungshabitate angewiesen.

Um der bedrohten Art zu helfen, sind BUND-Aktive vielerorts dabei, Flussläufe zu renaturieren, Ufer neu zu bepflanzen oder natürliche Abbruchkanten für Eisvögel „bewohnbar“ zu machen. Auch auf politischer Ebene setzt sich der BUND für die Wiederherstellung des ökologischen Zustandes von Gewässern ein. Mit Einsprüchen und Stellungnahmen gegen geplante Baumaßnahmen versuchen wir, verbliebene natürliche Fluss- und Bachläufe zu erhalten. Wo die natürlichen Voraussetzung nicht mehr ausreichend gegeben sind, haben BUND Gruppen auch mit speziellen Brutcontainern gute Erfahrungen gemacht – z.B. in Schleswig-Holstein. Um Aufstellungsgenehmigungen zu bekommen, ist oft Überzeugungsarbeit bei privaten und staatlichen Landbesitzern notwendig.

Die aufwendige Arbeit der BUND-Freiwilligen hat schon an vielen Stellen erste Erfolge eingebracht: Im Scherrebektal (Kreis Flensburg), dem Naturschutzgebiet Beltringharder Koog (Nordfriesland) und den Kreisen Plön, Rendsburg und Schleswig wurden die Nisthilfen bereits angenommen. Schon bald werden die ersten Jungtiere erwartet.

Die Eisvögel selbst bringen eine wichtige Eigenschaft für diesen Erfolg mit: Sie sind sehr fleißige Brüter. Das Eisvogel-Weibchen legt bis zu sieben Eier pro Brut. Beide Eltern bebrüten das Gelege zwischen 18 und 21 Tage lang. Das Besondere ist aber: Eisvögel sind Schachtelbrüter. Während in dem einen Nest noch die darin hockenden Jungen gefüttert werden, werden in einem zweiten Nest bereits neue Eier gelegt.